Die Zeit läuft – Aufbau und Entwicklung von Beziehungskapital als eine Kernaufgabe des Regionalmanagements

Wie lässt sich die Innovationsfähigkeit auch einer Region analysieren? Einen neueren Ansatz hierfür bietet der sogenannte Innovationsfähigkeitsindikator des iit, des Instituts für Innovation und Technologie. Der Indikator setzt aus vier Elementen zusammen: dem Humankapital, dem Komplexitätskapital, dem Strukturkapital und dem Beziehungskapital. Das Beziehungskapital wird inzwischen als die entscheidende Größe im Wettbewerb der regionalen Innovationsökosysteme angesehen, weil es nicht oder kaum kopierbar ist, sondern die Kultur und den Reifegrad der Kooperation beschreibt. Gerade diese Dimension ist in Deutschland besonders gering ausgeprägt wie die Untersuchung des iitvon 2017 zeigt.

Dies bedeutet, das beim Aufbau und der Entwicklung von regionalen Innovationssystemen auf das Thema Beziehungskapital künftig besonders geachtet werden muss und die Wettbewerbsfähigkeit derjenigen Region sich besonders gut entwickelt, die über ein stark ausgeprägtes Beziehungskapital verfügt.

Die Zusammenarbeit in offenen Innovationsraum, den Regionen bilden, und in neuen Akteursnetzwerken aus Unternehmen, Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ist die Fähigkeit zur die Sektoren und Verwaltungsgrenzen überschreitenden Zusammenarbeit zentral. Es geht um eine „horizontale Kooperation“ wie es Rob van Gijzel, Mitbegründer von Brainport Eindhoven, einer der innovativsten Regionen weltweit, nennt.

Im Kern geht es um einen systemischen und gemeinsamen Entwicklungsprozess aller Akteure, nicht nur der Topebene in den Entscheidungsträgern- und Aufsichtsgremien. Die Kenntnis und der Umgang mit den unterschiedlichen Handlungslogiken wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor gemeinsamer Arbeit. Denn solche „Quadruple-Helix-Regionen“ arbeiten per se in „hybriden Strukturen“, die die fachlichen und sektoral vergleichsweise homogenen Arbeitskontexte ergänzen – nicht ablösen!

Deshalb kommt künftig der Haltung, der Personen und der Organisationen, und den diplomatischen Kompetenzen der Menschen eine zentrale Bedeutung zu. Um diese Brückenkompetenzen einzuüben, benötigt die Region Erprobungsräume, Räume zur Prototypen-Entwicklung und RegionalLabs. Derartige Denk- und Do-Räume ermöglichen Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen und verschiedenen Orten. Hier entstehen Ideen und Innovationen mit dem Verständnis wie sie in die Routineprozesse der Partner integriert werden können.

Bei der Gestaltung ihres regionalen Innovationssystems, dem Aufbau der Strukturen und der Gestaltung der Governance sowie des Betriebs zur Umsetzung der regionalen Entwicklungsstrategie verstehen wir uns als Innovationsarchitekten.

Gerne stehen wir Ihnen entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen Ihre Lösung, den jede Region ist individuell, denn „Regionen sind auch nur Menschen“. Aber warten Sie nicht zu lange, die Zeit läuft und die Welt wartet nicht auf ihre Region!



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